Unsere Wertentwicklung

Hier zeigen wir die Wertentwicklung unserer vier Portfolios

Unser monatlicher Marktkommentar

Seit dem Start von vividam im Dezember 2018 können wir nun auf mehr als 3 Jahre echte Wertentwicklung zurückschauen – mit einigen Ups und Downs. Und am 1. Juli 2022 wird unsere vierte und jüngste Strategie – der Klippenspringer – auch seinen 3. Geburtstag feiern.

Der Nukleus von vividam in Form einer „analogen“, ausgewogenen ökologisch-ethischen Fonds-Vermögensverwaltung mit einer Aktienfondsquote von 50% besteht bereits seit mehr als sechs Jahren. Daher verweisen wir für eine längere Historie gerne auf das Factsheet dieser Strategie ab 2016.

Kommentar für den April 2022

Ein außergewöhnlicher Börsenmonat in außergewöhnlichen Zeiten liegt hinter uns. Der US-amerikanische S&P 500 Index startete zuletzt 1939 so schlecht in ein Jahr wie derzeit und liegt mit -13,31 % (in US-Dollar) im Minus. Der technologielastige Nasdaq ist seit seinem Bestehen noch nie so schlecht gestartet. Der Nasdaq 100 liegt sogar mit mehr als -21 % im Minus. „Normalerweise“ würden diese Verluste in ausgewogenen Depots durch „sichere“ Anleihen bzw. Renten kompensiert bzw. reduziert. Dies ist aber dieses Jahr nicht der Fall – das macht 2022 so außergewöhnlich. Staatsanleihen etc. weisen die schlechteste Wertentwicklung seit den 1970er Jahren aus. Der deutsche RexP liegt bei -5.,72 %. Aber was sind die Gründe? Wir wollen die aus unserer Sicht drei wichtigsten kurz aufzählen – ohne in die Tiefe zu gehen.

  1. Inflation/ Zentralbankpolitik: Die US-amerikanische Notenbank hat bereits die Zinsen erhöht, um die stark steigende Inflation in den Begriff zu bekommen. Weitere Zinsschritte folgen in den nächsten Monaten. In der Folge sind die Zinsen für 10jährige US-Staatsanleihen auf 3 % gestiegen. Die europäische EZB ist bzw. war allerdings sehr zögerlich, um den europäischen Süden zu „schonen“. Jetzt wird man allerdings nicht an Zinserhöhungen vorbeikommen. Ob man die Inflation mit Zinserhöhungen in den Griff bekommt, wird man sehen. Der Haupttreiber ist aktuell der Energiemarkt – u.a. in Folge des Ukraine Kriegs. Aber auch Lebensmittel und andere Rohstoffe steigen teils deutlich. Ein großes Problem für Afrika und andere Entwicklungsländer.
  2. Covid in China: Beruhigt durch die Erfolge in den ersten zwei Jahren der Pandemie hat es die Regierung in Peking versäumt, konsequent eine Impfkampagne für Risikopersonen umzusetzen. Nun bekommt China Omicron nicht in den Griff und greift rigoros mit Lockdowns durch (Null-Covid-Strategie). So dürfen die Einwohner von Shanghai seit dem 6. April praktisch nicht mehr vor die Tür. Das hat nicht nur wirtschaftlich Konsequenzen – im Hafen von Shanghai herrscht Stau bei den Frachtschiffen und die Lieferketten sind erneut unterbrochen. Sattelitenbilder im Internet zeigen das Ausmaß.
  3. Und dann ist noch der Ukraine Krieg, der vieles noch verstärkt – abgesehen vom menschlichen Leid, das jeden Tag passiert und wir „live“ in den Medien mitverfolgen können.

Aber nun zur Wertentwicklung im April, die nachvollziehbar im Minus ist. vividam 30 verlor -1,90 %, vividam 100 „nur“ -2,15 %. Zum Vergleich: „sichere“ europäische Anleihen verloren im April gemessen am iBoxx Overall -3,39 %, auf Jahressicht inzwischen sogar -8,63%. Aktien gaben wie bereits erwähnt ebenfalls nach. Der MSCI Welt in US-Dollar verlor -8,43 %, der Dax nur -2,20 %.

Für „Fortgeschrittene“ zeigen wir nachfolgend die Korrelationstabelle für die Strategie vividam 50, die zeigt, wie abhängig bzw. unabhängig die Fonds untereinander sind.

Wertentwicklung - vividamNeben den finanziellen Aspekten schauen wir auch immer auf Themen im Bereich der „Nachhaltigkeit“. Auch diesen Monat müssen wir wieder mit Erschrecken feststellen, dass die Klimakrise nicht vor Kriegen halt macht. Dies sieht man aktuell an der Hitzewelle in Indien. Temperaturen bis 50 Grad machen ein normales Leben unmöglich. Es sind übrigens die höchsten gemessenen Temperaturen in dieser Jahreszeit seit mehr als 120 Jahren. Des Weitere erleben wir eine Dürre in Afrika und der Krieg in der Ukraine verschärft dies noch einmal.

Und last but not least ist heute der “Earth Overshoot Day” in Deutschland. Damit haben wir die ökologischen Ressourcen für das Jahr 2022 aufgebraucht, die bei einer nachhaltigen Nutzung für das ganze Jahr zur Verfügung stünden. Weitere Infos finden Sie hier.

Nachhaltiges Investieren muss versuchen, Produkte und Dienstleistungen zu finanzieren, die die Probleme von heute und morgen lösen. Da gibt es einiges zu tun!

Kommentar für den März 2022

Seit mehr als einem Monat tobt der Krieg in der Ukraine – länger als Putin sich gewünscht hat. Die Bilder der Zerstörung und das Leid der Menschen ist kaum noch zu ertragen. Aber die Solidarität und die überwältigende Hilfsbereitschaft der Menschen macht mich hoffnungsfroh, dass wir auch diesen Krieg überstehen werden. Auch wenn die (wirtschaftlichen) Folgen überhaupt noch nicht absehbar sind. Inflation, Stagflation, vielleicht sogar Rezession – alles Begriffe, die immer häufiger in den Medien fallen und mit denen wir uns auseinandersetzen müssen, auch wenn es in einer solchen Lage nicht einfach fällt. Aber das ist unser Job und die Finanzmärkte kennen kaum Gefühle.

Unsere Gedanken haben wir zusammengefasst und drei Szenarien entwickelt. Diese finden Sie hier in unserem Marktkommentar. Auf unsere nachhaltigen Strategien haben diese Szenarien aber nur unmittelbare Auswirkungen, da wir hier als „Buy & Hold“ Investoren kein Risikomanagement betreiben bzw. Aktienquoten nicht aktiv steuern. Wir folgen den Märkten. Aber gerade in Phasen erhöhter Schwankungen sind Sparpläne sehr wichtig und können Ihre Stärken ausspielen (Cost-Average-Effekt). Aber nun zur Wertentwicklung der vier Strategien.

Trotz des Krieges war die Wertentwicklung im März nach zwei Monaten mit negativen Vorzeichen wieder positiv. vividam 30 legte um 0,35 %, vividam 100 um 2,37 % zu.

Zum Vergleich: „sichere“ Anleihen verloren im März erneut gemessen am iBoxx Overall -2,14 %. Auch deutsche Anleihen (RexP) gaben -2,44 % nach. Auf Jahressicht verloren europäische Anleihen damit im Schnitt -5,42%. Einige Segmente liegen zweistellig im Minus. 100jährige Anleihen der Republik Österreich verloren sogar vom Hoch bis jetzt mehr als 50 %. Somit erleben wir derzeit einen der stärksten Einbrüche an den Rentenmärkten – und das trotz Krieg. Den sicheren Hafen der Anleihen gibt es nicht mehr! Aktien konnten sich aber mehrheitlich erholen. Der MSCI Welt in US-Dollar legte um 2,52 %, der Dax hingegen gab leicht um -0,32 % nach. Weitere Infos folgen.

Durch den Krieg etwas in den Hintergrund gerückt ist die Veröffentlichung des dritten und wichtigsten Berichts des Weltklimarates IPCC am 4. April. Es geht darum, wie sich der Klimawandel begrenzen lässt – oder vielmehr, welche Optionen den Ländern der Erde überhaupt noch bleiben, um eine Erderwärmung mit desaströsen Folgen zu vermeiden. Die Botschaft ist deutlich: „Die Zeit zu handeln ist jetzt.“ Klimaziele und Maßnahmen müssten dringend verbessert werden, fordert der IPCC. Die Rede ist von einem weltweiten und wirtschaftsweiten Strukturwandel, von Verhaltensänderungen, ein ganzes Kapitel trägt die Überschrift „Systematische Transformation“ – zwischen den Zeilen ist dieser Bericht kaum weniger als ein Aufruf zur Revolution.

Weitere detaillierte Informationen zur Performance der vier Strategien finden Sie im Quartalsbericht, den Sie unten herunterladen können.

Kommentar zum Februar 2022

Wir sind heute in einer anderen Welt aufgewacht!“ Dieser Satz von Annalena Baerbock am 24. Februar beschreibt die aktuelle Lage sehr treffend. Es ist das passiert, was keiner gehofft hat. Mit dem Einmarsch in die Ukraine erlebten wir einen der schwärzesten Tage in der europäischen Geschichte seit dem Ende des 2. Weltkriegs. Viele Opfer sind zu beklagen, wobei es seit 2014 schon tausende Tote in diesem „Krieg“ gab. In diesen Zeiten fällt es einem sehr schwer, über die Börse und die Finanzmärkte zu sprechen, aber das gehört zu unserem Job. Unsere Gedanken sind mit den Menschen in der Ukraine – und vor allem mit den Kindern. Daher unterstützen wir die SOS-Kinderdörfer. Wer auch spenden möchte, kann dies hier tun.

Aber nun zur Wertentwicklung im Februar, die nachvollziehbar im Minus ist.  vividam 30 verlor -1,70 %, vividam 100 „nur“ -1,54 %. Zum Vergleich: „sichere“ Anleihen verloren im Februar gemessen am iBoxx Overall -2,23 %. Auch deutsche Anleihen (RexP) gaben -1,17 % nach. Aktien traf es allerdings in dieser Phase stärker. Der MSCI Welt in US-Dollar verlor -2,65 %, der Dax sogar -6,53 %. Den stärksten Einbruch mussten allerdings russische Aktien erleiden. Der russische Index verlor am 24. Februar teilweise 40 %. Auch der Rubel kollabierte. Statistiker haben errechnet, dass es sich um ein 16-Sigma-Event handelte, das eigentlich gar nicht eintreten dürfte (die Börse ist aktuell geschlossen). Profitieren konnte in dieser Phase das Krisenmetall Gold sowie Erdöl, das inzwischen auf über 100 US-Dollar für ein Barrel gestiegen ist. Weitere Daten und Fakten ersparen wir uns hier.

In der Tabelle oben findet man die detaillierten Daten zu den einzelnen Strategien.

Aber nicht alle Fonds haben sich gleich entwickelt. Dies zeigen die beiden folgenden Grafiken exemplarisch für vividam 30 und vividam 100.

Wertentwicklung - vividamWertentwicklung - vividamWie man sieht, konnten einige der von uns allokierten Fonds sogar im Plus schließen. Vor allem unser sehr aktiv gemanagter LSF Solar & Sustainable Energy Fonds konnte „profitieren“. Wir investieren hier in „Friedensenergie“ – ein Begriff, den Finanzminister Christian Lindner in einer bis dato einmaligen Sonntagssitzung im Bundestag am 27. Februar „erfunden“ hat.

In den von uns eingesetzten Fonds haben wir nach aktuellem Kenntnisstand kein Engagement in russischen Aktien oder Anleihen, allerdings auch keine „stabilisierenden“ Positionen in Gold oder Erdöl, da diese aus Sicht eines nachhaltigen Investors nicht in eine solche Strategie passen.

In der erwähnten historischen Bundestagssitzung wurde auch u.a. ein 100-Milliarden-Verteidigungspaket beschlossen und damit eine 180-Grad-Kehrtwende in der deutsche Außen- und Sicherheitspolitik vollzogen.

Nur ein Tag später wurde der Abschlussbericht der „Sustainable Finance-Plattform der EU-Kommission“ zur sogenannten „Sozialen Taxonomie“ veröffentlicht. Dort geht es auf Seite 70 und 71 auch um Waffen. Der Ukraine-Krieg floss hier noch nicht ein, aber es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass es hitzige und kontroverse Diskussionen um die Klassifizierung von Waffen als „nachhaltig“ geben wird. Zur Erinnerung – zum Jahreswechsel 2022 wurde Atomenergie und Erdgas trotz Kritik aus Deutschland als nachhaltig eingestuft. Aus unserer Sicht ist Atomkraft definitiv nicht nachhaltig und wir schließen Anlagen in diesem Sektor kategorisch aus. Und auch wenn Erdgas eine Brücke sein kann, zeigt die Abhängigkeit von Russland, dass wir noch schneller die Erneuerbaren Energien ausbauen müssen. Wir vermeiden daher Investitionen in Gas.

Etwas in den Hintergrund ist die Veröffentlichung des zweiten Berichts des Weltklimarates IPCC am 28. Februar getreten, der erneut darlegt, wie der Klimawandel das Wohl der Menschheit und die Gesundheit des Planeten bedroht. „Jegliche Verzögerung eines gemeinsamem, globalen Handelns könnte dafür sorgen, dass das Zeitfenster, innerhalb dessen eine lebenswerte Zukunft bewahrt werden kann, sich schließt“, so die Vorsitzenden der Arbeitsgruppe unter Co-Leitung des Deutschen Hans-Otto Pörtner in Genf.

Ausblick auf den März

Die internationale Staatengemeinschaft will gegen Plastikvermüllung vorgehen. Vertreter aus aller Welt haben sich bei einer UN-Umweltkonferenz Anfang März in Nairobi erstmals auf eine gemeinsame Strategie geeinigt. Ein entsprechendes Abkommen soll nun ausgehandelt werden. Die Umweltversammlung der Vereinten Nationen (UNEA) hat konkrete Verhandlungen für ein rechtsverbindliches globales Plastik-Abkommen in die Wege geleitet. Die Delegationen stimmten einstimmig für die Einsetzung eines sogenannten zwischenstaatlichen Verhandlungskomitees, welches das internationale Abkommen aushandeln soll. Die Vereinbarung soll spätestens Ende 2024 rechtsverbindlich werden.

Wer sich mit dem Thema „Klima“ näher beschäftigen möchte, der kann sein „persönliches“ Klimaszenario testen. Schauen Sie einmal hier und testen den EN-ROADS Klimasimulator.

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Sollten Sie weitere, allgemeine Informationen zu den Märkten wünschen, klicken Sie einfach hier für den aktuellen Marktkommentar der FiNet Asset Management AG.

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