Unsere Wertentwicklung

Hier zeigen wir die Wertentwicklung unserer vier Portfolios

Unser monatlicher Marktkommentar

Seit dem Start von vividam im Dezember 2018 können wir nun auf mehr als 3,5 Jahre echte Wertentwicklung zurückschauen – mit einigen Ups und Downs. Und am 1. Juli 2022 feierte unsere vierte und jüngste Strategie – der Klippenspringer – auch seinen 3. Geburtstag.

Der Nukleus von vividam in Form einer „analogen“, ausgewogenen ökologisch-ethischen Fonds-Vermögensverwaltung mit einer Aktienfondsquote von 50% besteht bereits seit mehr als sechs Jahren. Daher verweisen wir für eine längere Historie gerne auf das Factsheet dieser Strategie ab 2016.

Kommentar für den Juli 2022 – verkürzte Sommerausgabe

Auf Grund der Ferienzeit erhalten Sie heute einen verkürzten Monatskommentar, dieser fällt aber deutlich positiver aus als der des Vormonats. Wer sich noch einmal mit unserer Markteinschätzung und –beurteilung befassen möchte, kann dies hier im Marktkommentar für das 2. Quartal nachlesen.

Nach den ersten sechs Monaten konnten sich die Finanzmärkte wieder deutlich erholen und die Verluste des Vormonats wieder mehr als wettmachen – die einzelnen Daten sind in der nachfolgenden Tabelle zu finden. Und das trotz Zinserhöhungen durch die EZB und die FED.

So hatWertentwicklung - vividam die EZB sogar für viele überraschend den Negativzins beendet und die US-amerikanische Notenbank FED immerhin den Zins um deutliche 0,75 % angehoben. Darüber hinaus ist die Energiekrise in Deutschland und Europa weit davon entfernt, gelöst zu werden, ganz im Gegenteil. Russland liefert nach den Wartungsarbeiten an Nord Stream 1 nur noch 20 % des Gases nach Deutschland. Ein komplettes Abdrehen des Gashahnes ist nicht ausgeschlossen. Russlands Präsident Putin spielt somit weiterhin mit dem Westen und Deutschland. Gleichzeitig wird über die Atomkraft bzw. die Verlängerung der Laufzeiten der drei Reaktoren in Deutschland diskutiert. Für uns unvorstellbar, aber inzwischen sehr wahrscheinlich.

Für uns bleibt es aber dabei: wir investieren nicht in Kernenergie. Obwohl am 6. Juli in der Abstimmung im Europaparlament beschlossen wurde, das Erdgas und Atomenergie gem. der Taxonomie nachhaltig ist. Ein Desaster für die Glaubwürdigkeit der Taxonomie. Wir hatten davon im Vormonat bereits berichtet.

Alle vier Strategien konnten von der Erholung der Aktien- und Rentenmärkte profitieren und die Verluste aus dem Juni mehr als kompensieren. vividam 30 und vividam 50 können sogar den besten Monat seit Beginn von vividam im Dezember 2018 verbuchen. Insgesamt liegt die Performance zwischen 5,78 % und 9,17 % und der Jahresverlust konnte deutlich reduziert werden. Alle weiteren Performancedaten zu den vier vividam Strategien finden Sie in der Tabelle oben.

Schaut man sich die Wertentwicklung seit Beginn von vividam in der nachfolgenden Abbildung an, so liegen wir trotz Corona-Crash und Ukraine-Krieg voll im „Soll“. Volatilität gehört nun einmal zum Investieren dazu.

Wertentwicklung - vividam

Neben den geopolitischen Risiken sind die Folgen der Klimakrise bzw. Klimawandels immer öfters und deutlich spürbar – und hängen mit der Energiekrise zusammen. Europa erlebt wieder einmal eine Hitzeperiode und die Anzahl der Waldbrände steigt. Selbst in unserer Gemeinde Cölbe (Ortsteil Schönstadt) ist kürzlich ein großes Waldstück abgebrannt. Dazu aber mehr im nächsten Monat. Denn wir sind noch mittendrin …

Kommentar für den Juni 2022

Viele fragen sich derzeit „Who let the Bears Out?“ – frei nach dem Song “Who let the Dogs out” von Baha Men aus dem Jahr 2000. Mit dem Juni endet eines der schlechtesten Halbjahre in der Börsengeschichte. Bei Anleihen war es in den USA sogar DAS schlechteste und der S&P 500 startete das Jahr 2022 mit -20,58 % seit 1962 nicht mehr so negativ. Die Wachstumsaktien an der Nasdaq fielen sogar knapp 30 %! Die in den letzten Jahren zu beobachtende stabilisierende Wirkung von Anleihen hat sich komplett aufgelöst – im Gegenteil – sie trugen noch zu den Verlusten teils deutlich bei. Den sicheren Hafen der Anleihen gibt es nicht mehr!

Allgemein gab es nur wenige „Gewinner“ in dieser von Krieg und Inflation gekennzeichneten Phase. Lediglich Rohstoffe wie z.B. Rohöl und Erdgas legten zu. Selbst Gold endet mit einem Minus, ganz abgesehen von Kryptowährungen á la Bitcoin, der knapp 60 % fiel. Aber auch „Nachhaltigkeit“ ist derzeit kein „sicherer“ Hafen und verliert dieses Jahr mehr als konventionelle Anlagen. „Green Tech“ leidet seit November letzten Jahres unter der allgemeinen Schwäche von Wachstumsaktien. Dies zeigt sich an der Underperformance des MSCI Welt SRI von rund 3,3 % gegenüber dem „normalen“ MSCI Welt Index (-16,82 % vs. -13,53 % – beide in Euro).

Gründe für diese Entwicklung gibt es viele – der andauernde Krieg in der Ukraine, die anziehende Inflation, Zinsanstieg und Zinserhöhungen der US-Notenbank, Sorgen vor einer globalen Rezession, Lieferketten, usw. – um nur einige zu nennen. Im Detail werden wir in unserem Marktkommentar darauf eingehen, der in den nächsten Tagen veröffentlicht wird und hier heruntergeladen werden kann.

Aber nun zur Wertentwicklung der vier Strategien. Da sowohl Aktien als auch Anleihen gefallen sind, konnten sich unsere Strategien dem nicht entziehen und fielen zwischen -4,30 % und -6,02 %. Weitere Informationen sind in der Tabelle zu finden oder hier in unserem Quartalsbericht.

Ausblick:

Am 6. Juli ist die wichtige Abstimmung im Europaparlament, ob Erdgas und Atomenergie gem. der Taxonomie nachhaltig sind oder nicht. Hintergrundinfos finden Sie hier beim FNG – https://www.forum-ng.org/de/neuigkeiten/artikel/wie-geht-es-weiter-mit-dem-delegierten-rechtsakt-zu-atom-und-gas . Vielleicht besteht doch noch etwas Hoffnung. Am 14. Juni haben die Abgeordneten des Europäischen Parlaments in den Ausschüssen für Wirtschaft und Währung (ECON) und für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) über den delegierten Rechtsakt (DA) abgestimmt – und ihn abgelehnt. Es gab 76 Stimmen gegen den Vorschlag, 62 Stimmen für den Vorschlag und 4 Enthaltungen.

Update: Leider wurde in der Abstimmung Erdgas und Atomenergie gem. der Taxonomie für nachhaltig erklärt. Ein Rückschritt für nachhaltiges Investieren in Europa. Aber wir bleiben bei unserer Linie und werden weder in Gas noch Atomenergie investieren.

Kommentar für den Mai 2022

Der „Wonnemonat Mai“ war erneut ein volatiler Monat, wobei sich die Aktienmärkte gegen Ende des Monats von ihren zwischenzeitigen Rückschlägen erholen konnten. So gab der MSCI Welt in EUR „nur“ um -1,45 % nach und der Dax stieg sogar um 2,06 %. Auf Jahressicht liegen die meisten Aktienmärkte aber zweistellig im Minus.

Das bestimmende Thema ist und bleibt die Inflation. So sind die Preise in Deutschland im Mai um voraussichtlich 7,9 % gestiegen. Inflationsraten auf diesem Niveau gab es im wiedervereinigten Deutschland zuvor nicht. In den alten Bundesländern gab es ähnlich hohe Werte zuletzt im Winter 1973/1974. Damals waren die Mineralölpreise infolge der ersten Ölkrise stark gestiegen. Das drückt auf die Rentenmärkte. Europäische Anleihen gem. am iBoxx Overall liegen im laufenden Jahr mit -10,09 % im Minus.

Dieser Entwicklung konnten sich unsere vier Strategien im Mai nicht entziehen und weisen eine negative Wertentwicklung zwischen -1,52 % und -1,93 % aus. Nachhaltige Anlagen sind seit November 2021 unverändert „Underperformer“ und dies belastet unsere vier Strategien. Das kann man auf Indexebene an der Differenz zwischen dem MSCI Welt und dem „nachhaltigen“ MSCI Welt SRI – beide in EUR – festmachen, die in diesem Jahr bei 4 % liegt (-7,61 % vs. -11,59 %).

Es ist inzwischen klar erkennbar, dass sich die Wirtschaft abschwächt. Die Frage bleibt, ob es zu einer milden oder sogar schweren Rezession kommt. Davon hängt auch ab, wie sich die Märkte weiterentwickeln. Auch die Reaktion der Notenbanken darauf wird eine große Rolle spielen. Die US-Notenbank hat derweil signalisiert, ihr Zinserhöhungstempo auf den Prüfstand zu stellen, wenn die Inflation zurückkommt. Es ist weiter mit mindestens zwei 0,5 %-Zinserhöhungen zu rechnen, danach könnte es aber moderater weitergehen. Am US-Rentenmarkt führte das zu einer gewissen Entspannung. Wie die europäische EZB agiert, wird sich bald herausstellen. Man geht auch hier von einer Zinserhöhung in der zweiten Jahreshälfte aus.

Gute Nachrichten kommen aber aus China: Die harten Corona-Restriktionen werden gelockert und die Wirtschaft etwas stimuliert. Dies ist nach den verheerenden Lockdowns dringend notwendig. Der Regulierungsdruck in China dürfte nachlassen und die Lieferketten sollten sich normalisieren.

Abseits der allgemeinen Marktentwicklung gibt es derzeit in der „Nachhaltigkeitsbranche“ diverse Diskussion. Vor allem geht es um ESG Ratings. Elon Musk poltert nach dem Rauswurf von Tesla aus dem S&P ESG Index massiv via Twitter gegen den Indexanbieter. Hier können Sie alles nachlesen. Man kann einige Argumente von Elon Musk sicherlich nachvollziehen – auch wir sind nicht der Meinung, dass der Ölkonzern Exxon Mobil zu den besten 10 Unternehmen in Bezug auf Nachhaltigkeit gehört. Die Rating Agentur MSCI sieht diese nicht ganz so. Das Rating kann man hier einsehen. Aber Tesla hat auf der anderen Seite einige große Defizite in anderen Bereichen von ESG. Nachhaltigkeit ist mehr als nur Umwelt. Das sollte Musk wissen.

Aber Musk war nicht der einzige „Aufreger“ im Mai. Der Nachhaltigkeitschef von Europas größter Bank HSBC, Stuart Kirk, sorgte auf einer Konferenz der Financial Times in London für einen Eklat. In einer Präsentation (Video / Artikel in der Welt) äußert er einige sehr interessante Ansichten …. Bei einigen Punkten hat er sicher nicht unrecht, aber diverse Punkte sind grenzwertig. In der Folge wurde er suspendiert. Und dann war da noch die Razzia bei der DWS (Fondstochter der Deutsche Bank) am 31. Mai mit dem anschließenden Rücktritt des Vorstandschefs Asoka Wöhrmann. Mehr dazu hier im Handelsblatt.

Auf politischer Ebene ist der Klimawandel weiter eines der Top-Themen – trotz oder wegen des Krieges in der Ukraine. So war der Klimawandel & Co. auf der Agenda des Weltwirtschaftsforums in Davos einer der Schwerpunkte. Aber auch auf dem G7 Treffen der Klima-, Energie- und Umweltminister wurden Maßnahmen zur Bekämpfung der Klima- und Energiekrise diskutiert. Beschlossen wurde eine überwiegend CO2-freie Stromversorgung bis zum Jahr 2035. Auch kommen Subventionen für fossile Energien auf den Prüfstand. Sie sollen möglichst bis 2025 auslaufen. Die G7 wollen zudem ihre Klimaschutzmaßnahmen steigern und die Finanzhilfen für ärmere Länder bis 2025 verdoppeln.

Hoffen wir, dass die Beschlüsse auch umgesetzt werden.

Kommentar für den April 2022

Ein außergewöhnlicher Börsenmonat in außergewöhnlichen Zeiten liegt hinter uns. Der US-amerikanische S&P 500 Index startete zuletzt 1939 so schlecht in ein Jahr wie derzeit und liegt mit -13,31 % (in US-Dollar) im Minus. Der technologielastige Nasdaq ist seit seinem Bestehen noch nie so schlecht gestartet. Der Nasdaq 100 liegt sogar mit mehr als -21 % im Minus. „Normalerweise“ würden diese Verluste in ausgewogenen Depots durch „sichere“ Anleihen bzw. Renten kompensiert bzw. reduziert. Dies ist aber dieses Jahr nicht der Fall – das macht 2022 so außergewöhnlich. Staatsanleihen etc. weisen die schlechteste Wertentwicklung seit den 1970er Jahren aus. Der deutsche RexP liegt bei -5.,72 %. Aber was sind die Gründe? Wir wollen die aus unserer Sicht drei wichtigsten kurz aufzählen – ohne in die Tiefe zu gehen.

  1. Inflation/ Zentralbankpolitik: Die US-amerikanische Notenbank hat bereits die Zinsen erhöht, um die stark steigende Inflation in den Begriff zu bekommen. Weitere Zinsschritte folgen in den nächsten Monaten. In der Folge sind die Zinsen für 10jährige US-Staatsanleihen auf 3 % gestiegen. Die europäische EZB ist bzw. war allerdings sehr zögerlich, um den europäischen Süden zu „schonen“. Jetzt wird man allerdings nicht an Zinserhöhungen vorbeikommen. Ob man die Inflation mit Zinserhöhungen in den Griff bekommt, wird man sehen. Der Haupttreiber ist aktuell der Energiemarkt – u.a. in Folge des Ukraine Kriegs. Aber auch Lebensmittel und andere Rohstoffe steigen teils deutlich. Ein großes Problem für Afrika und andere Entwicklungsländer.
  2. Covid in China: Beruhigt durch die Erfolge in den ersten zwei Jahren der Pandemie hat es die Regierung in Peking versäumt, konsequent eine Impfkampagne für Risikopersonen umzusetzen. Nun bekommt China Omicron nicht in den Griff und greift rigoros mit Lockdowns durch (Null-Covid-Strategie). So dürfen die Einwohner von Shanghai seit dem 6. April praktisch nicht mehr vor die Tür. Das hat nicht nur wirtschaftlich Konsequenzen – im Hafen von Shanghai herrscht Stau bei den Frachtschiffen und die Lieferketten sind erneut unterbrochen. Sattelitenbilder im Internet zeigen das Ausmaß.
  3. Und dann ist noch der Ukraine Krieg, der vieles noch verstärkt – abgesehen vom menschlichen Leid, das jeden Tag passiert und wir „live“ in den Medien mitverfolgen können.

Aber nun zur Wertentwicklung im April, die nachvollziehbar im Minus ist. vividam 30 verlor -1,90 %, vividam 100 „nur“ -2,15 %. Zum Vergleich: „sichere“ europäische Anleihen verloren im April gemessen am iBoxx Overall -3,39 %, auf Jahressicht inzwischen sogar -8,63%. Aktien gaben wie bereits erwähnt ebenfalls nach. Der MSCI Welt in US-Dollar verlor -8,43 %, der Dax nur -2,20 %.

Für „Fortgeschrittene“ zeigen wir nachfolgend die Korrelationstabelle für die Strategie vividam 50, die zeigt, wie abhängig bzw. unabhängig die Fonds untereinander sind.

Wertentwicklung - vividamNeben den finanziellen Aspekten schauen wir auch immer auf Themen im Bereich der „Nachhaltigkeit“. Auch diesen Monat müssen wir wieder mit Erschrecken feststellen, dass die Klimakrise nicht vor Kriegen halt macht. Dies sieht man aktuell an der Hitzewelle in Indien. Temperaturen bis 50 Grad machen ein normales Leben unmöglich. Es sind übrigens die höchsten gemessenen Temperaturen in dieser Jahreszeit seit mehr als 120 Jahren. Des Weitere erleben wir eine Dürre in Afrika und der Krieg in der Ukraine verschärft dies noch einmal.

Und last but not least ist heute der “Earth Overshoot Day” in Deutschland. Damit haben wir die ökologischen Ressourcen für das Jahr 2022 aufgebraucht, die bei einer nachhaltigen Nutzung für das ganze Jahr zur Verfügung stünden. Weitere Infos finden Sie hier.

Nachhaltiges Investieren muss versuchen, Produkte und Dienstleistungen zu finanzieren, die die Probleme von heute und morgen lösen. Da gibt es einiges zu tun!

Kommentar für den März 2022

Seit mehr als einem Monat tobt der Krieg in der Ukraine – länger als Putin sich gewünscht hat. Die Bilder der Zerstörung und das Leid der Menschen ist kaum noch zu ertragen. Aber die Solidarität und die überwältigende Hilfsbereitschaft der Menschen macht mich hoffnungsfroh, dass wir auch diesen Krieg überstehen werden. Auch wenn die (wirtschaftlichen) Folgen überhaupt noch nicht absehbar sind. Inflation, Stagflation, vielleicht sogar Rezession – alles Begriffe, die immer häufiger in den Medien fallen und mit denen wir uns auseinandersetzen müssen, auch wenn es in einer solchen Lage nicht einfach fällt. Aber das ist unser Job und die Finanzmärkte kennen kaum Gefühle.

Unsere Gedanken haben wir zusammengefasst und drei Szenarien entwickelt. Diese finden Sie hier in unserem Marktkommentar. Auf unsere nachhaltigen Strategien haben diese Szenarien aber nur unmittelbare Auswirkungen, da wir hier als „Buy & Hold“ Investoren kein Risikomanagement betreiben bzw. Aktienquoten nicht aktiv steuern. Wir folgen den Märkten. Aber gerade in Phasen erhöhter Schwankungen sind Sparpläne sehr wichtig und können Ihre Stärken ausspielen (Cost-Average-Effekt). Aber nun zur Wertentwicklung der vier Strategien.

Trotz des Krieges war die Wertentwicklung im März nach zwei Monaten mit negativen Vorzeichen wieder positiv. vividam 30 legte um 0,35 %, vividam 100 um 2,37 % zu.

Zum Vergleich: „sichere“ Anleihen verloren im März erneut gemessen am iBoxx Overall -2,14 %. Auch deutsche Anleihen (RexP) gaben -2,44 % nach. Auf Jahressicht verloren europäische Anleihen damit im Schnitt -5,42%. Einige Segmente liegen zweistellig im Minus. 100jährige Anleihen der Republik Österreich verloren sogar vom Hoch bis jetzt mehr als 50 %. Somit erleben wir derzeit einen der stärksten Einbrüche an den Rentenmärkten – und das trotz Krieg. Den sicheren Hafen der Anleihen gibt es nicht mehr! Aktien konnten sich aber mehrheitlich erholen. Der MSCI Welt in US-Dollar legte um 2,52 %, der Dax hingegen gab leicht um -0,32 % nach. Weitere Infos folgen.

Durch den Krieg etwas in den Hintergrund gerückt ist die Veröffentlichung des dritten und wichtigsten Berichts des Weltklimarates IPCC am 4. April. Es geht darum, wie sich der Klimawandel begrenzen lässt – oder vielmehr, welche Optionen den Ländern der Erde überhaupt noch bleiben, um eine Erderwärmung mit desaströsen Folgen zu vermeiden. Die Botschaft ist deutlich: „Die Zeit zu handeln ist jetzt.“ Klimaziele und Maßnahmen müssten dringend verbessert werden, fordert der IPCC. Die Rede ist von einem weltweiten und wirtschaftsweiten Strukturwandel, von Verhaltensänderungen, ein ganzes Kapitel trägt die Überschrift „Systematische Transformation“ – zwischen den Zeilen ist dieser Bericht kaum weniger als ein Aufruf zur Revolution.

Weitere detaillierte Informationen zur Performance der vier Strategien finden Sie im Quartalsbericht, den Sie unten herunterladen können.

Kommentar zum Februar 2022

Wir sind heute in einer anderen Welt aufgewacht!“ Dieser Satz von Annalena Baerbock am 24. Februar beschreibt die aktuelle Lage sehr treffend. Es ist das passiert, was keiner gehofft hat. Mit dem Einmarsch in die Ukraine erlebten wir einen der schwärzesten Tage in der europäischen Geschichte seit dem Ende des 2. Weltkriegs. Viele Opfer sind zu beklagen, wobei es seit 2014 schon tausende Tote in diesem „Krieg“ gab. In diesen Zeiten fällt es einem sehr schwer, über die Börse und die Finanzmärkte zu sprechen, aber das gehört zu unserem Job. Unsere Gedanken sind mit den Menschen in der Ukraine – und vor allem mit den Kindern. Daher unterstützen wir die SOS-Kinderdörfer. Wer auch spenden möchte, kann dies hier tun.

Aber nun zur Wertentwicklung im Februar, die nachvollziehbar im Minus ist.  vividam 30 verlor -1,70 %, vividam 100 „nur“ -1,54 %. Zum Vergleich: „sichere“ Anleihen verloren im Februar gemessen am iBoxx Overall -2,23 %. Auch deutsche Anleihen (RexP) gaben -1,17 % nach. Aktien traf es allerdings in dieser Phase stärker. Der MSCI Welt in US-Dollar verlor -2,65 %, der Dax sogar -6,53 %. Den stärksten Einbruch mussten allerdings russische Aktien erleiden. Der russische Index verlor am 24. Februar teilweise 40 %. Auch der Rubel kollabierte. Statistiker haben errechnet, dass es sich um ein 16-Sigma-Event handelte, das eigentlich gar nicht eintreten dürfte (die Börse ist aktuell geschlossen). Profitieren konnte in dieser Phase das Krisenmetall Gold sowie Erdöl, das inzwischen auf über 100 US-Dollar für ein Barrel gestiegen ist. Weitere Daten und Fakten ersparen wir uns hier.

In der Tabelle oben findet man die detaillierten Daten zu den einzelnen Strategien.

Aber nicht alle Fonds haben sich gleich entwickelt. Dies zeigen die beiden folgenden Grafiken exemplarisch für vividam 30 und vividam 100.

Wertentwicklung - vividamWertentwicklung - vividamWie man sieht, konnten einige der von uns allokierten Fonds sogar im Plus schließen. Vor allem unser sehr aktiv gemanagter LSF Solar & Sustainable Energy Fonds konnte „profitieren“. Wir investieren hier in „Friedensenergie“ – ein Begriff, den Finanzminister Christian Lindner in einer bis dato einmaligen Sonntagssitzung im Bundestag am 27. Februar „erfunden“ hat.

In den von uns eingesetzten Fonds haben wir nach aktuellem Kenntnisstand kein Engagement in russischen Aktien oder Anleihen, allerdings auch keine „stabilisierenden“ Positionen in Gold oder Erdöl, da diese aus Sicht eines nachhaltigen Investors nicht in eine solche Strategie passen.

In der erwähnten historischen Bundestagssitzung wurde auch u.a. ein 100-Milliarden-Verteidigungspaket beschlossen und damit eine 180-Grad-Kehrtwende in der deutsche Außen- und Sicherheitspolitik vollzogen.

Nur ein Tag später wurde der Abschlussbericht der „Sustainable Finance-Plattform der EU-Kommission“ zur sogenannten „Sozialen Taxonomie“ veröffentlicht. Dort geht es auf Seite 70 und 71 auch um Waffen. Der Ukraine-Krieg floss hier noch nicht ein, aber es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass es hitzige und kontroverse Diskussionen um die Klassifizierung von Waffen als „nachhaltig“ geben wird. Zur Erinnerung – zum Jahreswechsel 2022 wurde Atomenergie und Erdgas trotz Kritik aus Deutschland als nachhaltig eingestuft. Aus unserer Sicht ist Atomkraft definitiv nicht nachhaltig und wir schließen Anlagen in diesem Sektor kategorisch aus. Und auch wenn Erdgas eine Brücke sein kann, zeigt die Abhängigkeit von Russland, dass wir noch schneller die Erneuerbaren Energien ausbauen müssen. Wir vermeiden daher Investitionen in Gas.

Etwas in den Hintergrund ist die Veröffentlichung des zweiten Berichts des Weltklimarates IPCC am 28. Februar getreten, der erneut darlegt, wie der Klimawandel das Wohl der Menschheit und die Gesundheit des Planeten bedroht. „Jegliche Verzögerung eines gemeinsamem, globalen Handelns könnte dafür sorgen, dass das Zeitfenster, innerhalb dessen eine lebenswerte Zukunft bewahrt werden kann, sich schließt“, so die Vorsitzenden der Arbeitsgruppe unter Co-Leitung des Deutschen Hans-Otto Pörtner in Genf.

Ausblick auf den März

Die internationale Staatengemeinschaft will gegen Plastikvermüllung vorgehen. Vertreter aus aller Welt haben sich bei einer UN-Umweltkonferenz Anfang März in Nairobi erstmals auf eine gemeinsame Strategie geeinigt. Ein entsprechendes Abkommen soll nun ausgehandelt werden. Die Umweltversammlung der Vereinten Nationen (UNEA) hat konkrete Verhandlungen für ein rechtsverbindliches globales Plastik-Abkommen in die Wege geleitet. Die Delegationen stimmten einstimmig für die Einsetzung eines sogenannten zwischenstaatlichen Verhandlungskomitees, welches das internationale Abkommen aushandeln soll. Die Vereinbarung soll spätestens Ende 2024 rechtsverbindlich werden.

Wer sich mit dem Thema „Klima“ näher beschäftigen möchte, der kann sein „persönliches“ Klimaszenario testen. Schauen Sie einmal hier und testen den EN-ROADS Klimasimulator.

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Sollten Sie weitere, allgemeine Informationen zu den Märkten wünschen, klicken Sie einfach hier für den aktuellen Marktkommentar der FiNet Asset Management AG.

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